Moingiorno, ihr Lieben! Das würde ich euch so gern frisch, fröhlich und enthusiastisch entgegen schmettern, aber der März hat mich emotional erschöpft. Wahrscheinlich wisst ihr jetzt nach einem Satz schon genau, was ich meine. Es geht uns wohl gerade allen so, auf die ein oder andere Weise. Die Baustellen mögen unterschiedliche sein und auch die Belastungen, aber eins ist nicht weg zu diskutieren… die Schnauze voll haben wir alle.
Also frage ich mich seit Tagen, ob ich eigentlich den Nerv finde, Continue Reading

It’s a wrap! Ich bin ja meist nicht die, die zwischen den Jahren eine großartige Selbstreflexion oder ganze Jahresrückblicke hinbekommt. Ich bin dann immer zu beschäftigt damit, einfach nur dem ganzen Tag im Pyjama herum zu hängen, auch nach den Feiertagen viel zu viel zu essen und Fünfe gerade sein zu lassen. Oder auch gern mehr als Fünf. Zudem ist ein echter Jahresrückblick ja bei mir auch nicht wirklich spannend, denn ich habe das Thema ja schon ausführlich jeden Monat in meiner
Weihnachten. Unser kleiner Tannenbaum im Topf, den wir tatsächlich schon seit 2018 haben, steht endlich. Mittlerweile ist der Baum ein bisschen unförmig gewachsen. Hier uns da stakt ein länger, vorwitziger Ast heraus, an andere Stelle klafft mal eine Lücke. Die Spitze ist in diesem Sommer vertrocknet, doch ein neuer Trieb wächst dennoch an der Stelle – nur in eine andere Richtung. Das sprickelige, krumme Ding ist eigentlich ein sehr schönes Symbol dafür, dass es im Leben manchmal eben nicht geradlinig läuft, aber man sich, doch einen neuen Weg suchen und gedeihen kann.
Der Frühling 2020… wird vermutlich als der in die Geschichte eingehen, in dem ich fast nichts anderes gemacht habe als
„Das Leben ist nicht immer Trallafitti, nicht mal hier bei uns und JA…. das, obwohl es immer so aussieht hier im Blog. Ist ja auch klar – hinter jedem virtuellen Guckloch steckt dann doch ein echtes Leben, das manchmal nicht ganz den geraden Weg geht, wo man plötzlich Sorgen hat, von denen man neulich noch gar nichts wusste und wo man manchmal denkt: Augen zu und durch!“
Ich habe mich gefragt, darf ich das eigentlich noch schreiben? Pläne, Wünsche, Trallala? Darf ich die haben für’s neue Jahr, das damit anfängt, womit das alte geendet hat? Mit Horrormeldungen und Hiobsbotschaften, mit Weltuntergangsstimmung und pessimistischen Perspektiven? In Australien sind Buschfeuer außer Kontrolle. Woanders wird zwischen zwei Golfpartien in Florida mal eben ein neuer Nahostkrieg provoziert. In Indoniesen gibt es Überschwemmungen. Im Krefelder Zoo verbrennen 30 Affen bei lebendigem Leib in der Silvesternacht. Und das sind ein paar der schlimmen Nachrichten, die die ersten Tage des neuen Jahrs schon bestimmt haben. Zusätzlich zu den ganzen „alten“ schlimmen Nachrichten, die schon längst da sind.
In der Adventszeit gemütlich in Stimmung zu kommen, anstatt in die totale Vorweihnachtshektik zu verfallen ist gar nicht so einfach. Jedes Jahr versuche ich vorzuplanen und dem Stress gezielt entgegen zu steuern. Aber da ich eben auch als Freelancerin für Kunden arbeite ist das manchmal nicht so einfach. Irgendwas ist eigentlich immer, was meinen so schön ausgetüftelten Plan dann mal eben schnittig durchkreuzt. Planen ist, bevor die Realität zuschlägt! Aber auch wenn
Okay…. Halloween fällt dieses Jahr aus. Nein, natürlich nicht komplett. Aber für uns fällt die große Party bei unseren Besties leider wirklich aus. Aus unerfreulichen Gründen, die ich euch vielleicht demnächst mal erzähle. Mal gucken. Angesichts der Detailliebe und des Spaßfaktors dieser schon legendären Halloween-Party, blutet uns natürlich das Herz. Und zwar nicht nur mit Kunstblut, sondern so richtig in echt.
Am letzten Freitag war ich mit Luzie zusammen auf der weltweiten Klima-Demo in Hamburg dabei. Ich habe ein Bild auf Instagram gepostet und Stories gemacht, weil ich es für richtig und wichtig halte, für eine Gesellschaftsveränderung und auch für eine neue, mutigere und innovativere Klimapolitik auf die Straße zu gehen. Prompt und wie eigentlich auch erwartet, kamen sie, die Öko-Shaming Kommentare. Dass wir da eigentlich nichts zu suchen hätten, wo wir doch selbst nicht komplett nachhaltig lebten. Man machte sich sogar die Mühe, durch meinen Instagram-Feed zu scrollen und mir ein paar Bilder weiter den Prosciutto in meiner Kürbis-Carbonara vorzuhalten. Quasi als Beweisstück meiner persönlichen Verfehlung.
Vor ein paar Tagen habe ich an einer Online-Umfrage teilgenommen. Die Frage war „Wie wichtig ist Ihnen persönlich die Europawahl im Vergleich zur Bundestagswahl?“. Sechs Antwortmöglichkeiten, ich gab meine Stimme ab. Danach wurde mir das bisherige Ergebnis der Umfrage präsentiert. Die Länge der Balken bei den einzelnen Antworten überraschte mich nicht wirklich, aber es zeigte auch ganz deutlich, dass viele Leute vielleicht gar nicht wissen,
Bei
Ich schiebe ich in den letzten Wochen ziemlich viel Frust vor mir her. Ich hatte mir so unheimlich viel vorgenommen für die drei Monate, in denen Luzie in Neuseeland ist. Ganz viel vorarbeiten, ganz viel nacharbeiten. aktuelle Projekte bearbeiten und auch zwischendurch mal Zeit nur für mich haben. Und jetzt kommt heute in zwei Wochen schon wieder. Ganz ehrlich? Ich habe mit meinen tollen Plänen komplett versagt. Ich habe nicht mal einen Bruchteil davon umgesetzt, ich habe nicht das Gefühl, ich hätte diese Zeit wirklich genutzt und und das frustriert mich total. Unproduktiv, ineffektiv und irgendwie unzulänglich fühle ich mich in letzter Zeit oft. Ich bekomme also nicht einmal meine Pläne gebacken, wenn die Rolle „Mama“, die {selbst bei einer 17jährigen Tochter im Haus} sonst ja auch ein ganzes Stück meines Tages einnimmt, irgendwie wegfällt…pfffff.
Ihr Lieben, ich glaube ja nicht, dass ich es schaffe, uns wirklich den Abschied zu versüßen, wenn unsere Tochter am Dienstag nach Neuseeland aufbricht. Aber zumindest bei Luzies Abschiedsparty, die sie gestern mit ihren Freunden*innen hier Zuhause gefeiert hat, ist mir das ein bisschen gelungen… das mit dem Versüßen.


