Das Leben ist kein Ponyhof und das ist sicherlich wahr, zumindest für die meisten von uns. Und die Weltlage ist kein Wunschkonzert. Das letzte ist schmerzlich wahr in dieser Zeit…. wobei es ja dann auch noch sehr stark davon abhinge, wer sich denn was genau wünscht. Was sich manche Menschen heute wünschen gruselt mich nämlich sehr. Also, es ist und bleibt kompliziert mit dem Leben. Ganz höchstwahrscheinlich auch in 2024.
Ich persönlich bin ja nicht so ein Fan des auf Social Media allgegenwärtigen Manifestiations-Trend aus der Eso-Ecke. Wir manifestieren, affirmieren und meditieren alles mögliche einfach her! Ich glaube, zwar schon immer ein bisschen an das Motto „Du bist was’ste denkst“, aber, dass man sich ein glückliches Leben und Millionen auf dem Konto per reiner Gedankenkraft herbei manifestieren kann ist für mich echter Humbug. Okay, für viele selbst ernannten Coaches und Gurus der in Krisenzeiten florierenden Selbsthilfeindustrie bringt das mit Sicherheit ordentlich Kohle aus den Taschen der „Gläubigen“. Aber da hoffe ich dann doch irgendwie, dass es bei ihnen selbst nicht unbedingt auf’s menschliche Karma-Konto einzahlt. Zumal der ganze Trend leider vor allem eines manifestiert: Wenn du deine Ziele nicht erreichst, dann bist du selbst schuld. Dann hast du es einfach nicht fest genug geglaubt, dem Universum nicht genug vertraut und dich nicht genug angestrengt. Du bist einfach nicht gut genug für das Glück dieser Welt! Pech gehabt, my dear!
Aber, wie ich schon in meinem Monatsrückblick im Dezember schrieb, möchte ich frischen Mutes und voll mit Zuversicht in das neue Jahr blicken. Man muss ja mit allem rechnen – auch mit dem Guten! Continue Reading

Ja, Veränderungen mag ich. Am liebsten natürlich die von der selbstbestimmten Sorte. Aber manchmal können ja selbst die aufgezwungenen einen positiven Impuls verursachen. Weil mit Veränderungen eben immer auch gewisse Perspektivwechsel einher gehen. Und es kann ja niemals schaden, Dinge von mehreren Seiten zu betrachten und gegebenenfalls auch mal neu zu beurteilen, nicht wahr? In unserem Haus steht ein gerahmter Print mit einem Zitate von des Schriftstellers und Künstlers Francis Picabia „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“. Und tatsächlich. Ein Teil meines jahrelangen Denkens im Bezug auf unser Zuhause, hat sich in der Tat in den letzten Monaten verändert… durch Corona.
Ich habe mich gefragt, darf ich das eigentlich noch schreiben? Pläne, Wünsche, Trallala? Darf ich die haben für’s neue Jahr, das damit anfängt, womit das alte geendet hat? Mit Horrormeldungen und Hiobsbotschaften, mit Weltuntergangsstimmung und pessimistischen Perspektiven? In Australien sind Buschfeuer außer Kontrolle. Woanders wird zwischen zwei Golfpartien in Florida mal eben ein neuer Nahostkrieg provoziert. In Indoniesen gibt es Überschwemmungen. Im Krefelder Zoo verbrennen 30 Affen bei lebendigem Leib in der Silvesternacht. Und das sind ein paar der schlimmen Nachrichten, die die ersten Tage des neuen Jahrs schon bestimmt haben. Zusätzlich zu den ganzen „alten“ schlimmen Nachrichten, die schon längst da sind.
