Das Leben ist kein Ponyhof und das ist sicherlich wahr, zumindest für die meisten von uns. Und die Weltlage ist kein Wunschkonzert. Das letzte ist schmerzlich wahr in dieser Zeit…. wobei es ja dann auch noch sehr stark davon abhinge, wer sich denn was genau wünscht. Was sich manche Menschen heute wünschen gruselt mich nämlich sehr. Also, es ist und bleibt kompliziert mit dem Leben. Ganz höchstwahrscheinlich auch in 2024.
Ich persönlich bin ja nicht so ein Fan des auf Social Media allgegenwärtigen Manifestiations-Trend aus der Eso-Ecke. Wir manifestieren, affirmieren und meditieren alles mögliche einfach her! Ich glaube, zwar schon immer ein bisschen an das Motto „Du bist was’ste denkst“, aber, dass man sich ein glückliches Leben und Millionen auf dem Konto per reiner Gedankenkraft herbei manifestieren kann ist für mich echter Humbug. Okay, für viele selbst ernannten Coaches und Gurus der in Krisenzeiten florierenden Selbsthilfeindustrie bringt das mit Sicherheit ordentlich Kohle aus den Taschen der „Gläubigen“. Aber da hoffe ich dann doch irgendwie, dass es bei ihnen selbst nicht unbedingt auf’s menschliche Karma-Konto einzahlt. Zumal der ganze Trend leider vor allem eines manifestiert: Wenn du deine Ziele nicht erreichst, dann bist du selbst schuld. Dann hast du es einfach nicht fest genug geglaubt, dem Universum nicht genug vertraut und dich nicht genug angestrengt. Du bist einfach nicht gut genug für das Glück dieser Welt! Pech gehabt, my dear!
Aber, wie ich schon in meinem Monatsrückblick im Dezember schrieb, möchte ich frischen Mutes und voll mit Zuversicht in das neue Jahr blicken. Man muss ja mit allem rechnen – auch mit dem Guten! Continue Reading

Nicht ohne Mamas Rezepte! Das habe ich schon vor längerer Zeit gedacht, als ich an den immer weiter nahenden Auszug unseres Kindes gedacht habe. Ich meine.. nicht, dass Lu nicht auch selbst kochen könnte. Sie ist wirklich ein use-what-you-have Talent in der Küche und zaubert sich einfach irgendwas vegetarisches zu Essen. So aus dem Lameng! Gerne auch
2020 geht zu Ende und es war ein herausforderndes Jahr. Ein historisches Jahr. Ein Jahr der absoluten Vollbremsung für die ganze Menschheit.
… auch an Weihnachten. Oder vielleicht ganz besonders an Weihnachten. Das denke ich schon seit Wochen.
Ja, Veränderungen mag ich. Am liebsten natürlich die von der selbstbestimmten Sorte. Aber manchmal können ja selbst die aufgezwungenen einen positiven Impuls verursachen. Weil mit Veränderungen eben immer auch gewisse Perspektivwechsel einher gehen. Und es kann ja niemals schaden, Dinge von mehreren Seiten zu betrachten und gegebenenfalls auch mal neu zu beurteilen, nicht wahr? In unserem Haus steht ein gerahmter Print mit einem Zitate von des Schriftstellers und Künstlers Francis Picabia „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“. Und tatsächlich. Ein Teil meines jahrelangen Denkens im Bezug auf unser Zuhause, hat sich in der Tat in den letzten Monaten verändert… durch Corona.
Den Juni 2020 als turbulent und umwälzend zu bezeichnen, ist eigentlich die Untertreibung des Jahrhunderts. Ich habe mich jetzt schon desöfteren gefragt, wie wir wohl in 10 Jahren auf diese Zeit zurückblicken? Die Optimistin in mir hofft natürlich, dass wir dann sagen „So schlimm es auch war, es war für etwas gut. Es war der Anfang von vielen positiven Veränderungen in der Welt.“
Heute geht es hier mal um ein Thema, dass ich sehr ernst nehme, weil es ernst ist. Ich sagte es ja öfter schon mal… ich gehöre zur Generation Hautkrebs. Als Kind sprang ich, wie eigentlich alle in den 70ern, meist ohne Sonnenschutz durch den Sommer. Vielleicht mal LSF 4? Maximal. Aber das Eincremen war damals einfach Nebensache. Und Sommer, das bedeutete wirklich jede freie Minute beim Spielen draußen, am Wochenende mit Familie und Freunden an Badeseen oder im Schwimmbad und in den Ferien irgendwo an den deutschen Küsten. Rote Schultern, die sich irgendwann pellten, hatte ich eigentlich andauernd. Heute ist es fast undenkbar, dass man vor allem Kinder so ungeschützt in die Sonne lässt. Aber früher war das leider normal. Das Bewusstsein um Hautzellenschäden durch ungefiltertes Sonnenlicht und vor allem das Wissen um deren Spätfolgen, war einfach noch nicht da. Deswegen werfe ich die vielen Sonnenbrände, die ich als Kind hatte, auch niemandem vor.
Okay, also wir sehen unsere Familien in diesem Jahr zu Ostern nicht. kein Toben durch Omas Garten auf der Eiersuche, kein gemeinsames Kuchen essen, keine loriot-esken Familienunterhaltungen an der Festtagstafel, kein Fiepen von Omimis Hörgerät, kein Fußballspiel mit Neffe und Nichte. Mitnichten {pun intended}!
Hier hallt öfter mal Luzies Musik durch’s Haus. Ist ja eigentlich klar. Und neulich war da wieder so ein Moment, wo ich spontan mitsingen konnte, ohne die Band überhaupt zu kennen. Luzie grinste. Sie kennt das schon. Es passiert nicht selten, dass Cover-Versionen von Musik, die ich schon in ihrem Alter gehört habe, zu auf ihren Playlists landen.
Luzie ist nun schon seit 6 Wochen in Neuseeland. Die Hälfte ihres High School Terms in Auckland ist bereits um…. unglaublich wie die Zeit fliegt. Für uns und auch für sie. Man muss sich ja immerhin heute nicht mehr ganz so schrecklich vermissen wie früher – Whatsapp und Facetime machen es möglich, dass man viel kommunizieren kann, wenn man möchte. Und dennoch ist es ein ganz schön großer Schritt für unsere Tochter und auch für uns.
Gestern habe ich mir das erste mal in der ganzen Zeit meines Mutterdaseins gewünscht, unsere Tochter würde uns ein bisschen mehr zum Kotzen finden und froh sein, uns mal für eine Weile los zu sein. Ist sie aber nicht. Und das ist ja eigentlich auch schön… nur eben gestern nicht. Es war nicht nur Luzies Geburtstag. Dass sie 17 wurde, trat fast komplett in den Hintergrund. Aber es war eben auch der Tag, an dem sie nun endlich nach Neuseeland losgeflogen ist, um dort für ein paar Monate zu leben und zur High School zu gehen. Am anderen Ende der Welt, noch mehr Kilometer zwischen uns gehen eigentlich nicht. Das fühlt sich komisch an. 














