Nicht ohne Mamas Rezepte! Das habe ich schon vor längerer Zeit gedacht, als ich an den immer weiter nahenden Auszug unseres Kindes gedacht habe. Ich meine.. nicht, dass Lu nicht auch selbst kochen könnte. Sie ist wirklich ein use-what-you-have Talent in der Küche und zaubert sich einfach irgendwas vegetarisches zu Essen. So aus dem Lameng! Gerne auch mit viiiiielen Gewürzen, wie ich euch ja neulich erzählte. Aber da sind natürlich trotzdem so einige Lieblingsrezepte von Mama, deren Duft und Geschmack für immer ein Stück Zuhause bedeuten werden. Wir alle haben solche, oder?
Und jetzt ist es soweit. Lu ist am letzten Wochenende ganz offiziell in ihre erste eigene Mini-Wohnung gezogen. Vielleicht habt ihr ja die ganze Geschichte auf Insta verfolgt (HIER nochmal zum Nachgucken). 30qm unterm Dach mit Küchenzeile zum Kochen. Als ich das Kochbuch, das sie jetzt von mir zum Einzug in ihre kuschelige Studentenbutze geschenkt bekommen hat, vor 1 ½ Jahren gestaltet habe, wusste ich…. das wird mit dem Ausziehen schneller gehen, als uns lieb ist. Und das ist es auch. Wo ist eigentlich die Zeit geblieben? Continue Reading

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Moingiorno, ihr Lieben! Das würde ich euch so gern frisch, fröhlich und enthusiastisch entgegen schmettern, aber der März hat mich emotional erschöpft. Wahrscheinlich wisst ihr jetzt nach einem Satz schon genau, was ich meine. Es geht uns wohl gerade allen so, auf die ein oder andere Weise. Die Baustellen mögen unterschiedliche sein und auch die Belastungen, aber eins ist nicht weg zu diskutieren… die Schnauze voll haben wir alle.
Weihnachten. Unser kleiner Tannenbaum im Topf, den wir tatsächlich schon seit 2018 haben, steht endlich. Mittlerweile ist der Baum ein bisschen unförmig gewachsen. Hier uns da stakt ein länger, vorwitziger Ast heraus, an andere Stelle klafft mal eine Lücke. Die Spitze ist in diesem Sommer vertrocknet, doch ein neuer Trieb wächst dennoch an der Stelle – nur in eine andere Richtung. Das sprickelige, krumme Ding ist eigentlich ein sehr schönes Symbol dafür, dass es im Leben manchmal eben nicht geradlinig läuft, aber man sich, doch einen neuen Weg suchen und gedeihen kann.
Neulich bin ich auf Twitter ganz zufällig über ein kurzes Video gestoplert. Es war ein Ausschnitt eines Straßeninterviews des ZDF Heute Journal. Eine junge Frau, vielleicht 20 Jahre alt schätze ich mal, wurde gefragt, wie es ihr während der Coronapandemie ginge. Sie antwortete, dass es sie traurig mache, nicht unter Leute zu kommen und zu feiern. Das wäre jetzt seit März so und sie würde Parties sehr vermissen.
Ja, Veränderungen mag ich. Am liebsten natürlich die von der selbstbestimmten Sorte. Aber manchmal können ja selbst die aufgezwungenen einen positiven Impuls verursachen. Weil mit Veränderungen eben immer auch gewisse Perspektivwechsel einher gehen. Und es kann ja niemals schaden, Dinge von mehreren Seiten zu betrachten und gegebenenfalls auch mal neu zu beurteilen, nicht wahr? In unserem Haus steht ein gerahmter Print mit einem Zitate von des Schriftstellers und Künstlers Francis Picabia „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“. Und tatsächlich. Ein Teil meines jahrelangen Denkens im Bezug auf unser Zuhause, hat sich in der Tat in den letzten Monaten verändert… durch Corona.
Den Juni 2020 als turbulent und umwälzend zu bezeichnen, ist eigentlich die Untertreibung des Jahrhunderts. Ich habe mich jetzt schon desöfteren gefragt, wie wir wohl in 10 Jahren auf diese Zeit zurückblicken? Die Optimistin in mir hofft natürlich, dass wir dann sagen „So schlimm es auch war, es war für etwas gut. Es war der Anfang von vielen positiven Veränderungen in der Welt.“
„Das Leben ist nicht immer Trallafitti, nicht mal hier bei uns und JA…. das, obwohl es immer so aussieht hier im Blog. Ist ja auch klar – hinter jedem virtuellen Guckloch steckt dann doch ein echtes Leben, das manchmal nicht ganz den geraden Weg geht, wo man plötzlich Sorgen hat, von denen man neulich noch gar nichts wusste und wo man manchmal denkt: Augen zu und durch!“
Was soll ich zum März sagen? Ich glaube, wir alle ahnten, dass der Monat bitte weg kann, bevor er überhaupt richtig begonnen hat. Das Leben, dass wir alle uns für den März so vorgestellt haben, wurde abgesagt. Der Rest wird irgendwann mal Geschichte sein. Hoffentlich bald. Ich denke, da sind wir uns alle einig.
Das war letzten Sonntag. Wir waren im Büsenbachtal, in der Lüneburger Heide hier um die Ecke, spazieren. Das Frühlingswetter genießen, das endlich da ist und ein bisschen den Kopf auslüften. Wir waren zu dritt als Familie unterwegs, sind anderen Spaziergängern in gebührendem Abstand begegnet und einer ziemlich großen Herde von Heidschnucken, die allerdings nicht viel von Social Distancing hielt.
Home Sweet Home. Dieser, früher ausschließlich heimelige, Ausspruch bekommt ja in Zeiten der Coronakrise für die Menschen ganz unterschiedliche Bedeutungen. Für die Einen bedeutet „Zuhause“ ein Rückzugsort vor der Welt da draußen und ein Gefühl von Sicherheit. Für die Anderen wird das traute Heim zu einem beklemmenden Gefängnis der Quarantäne. Für Manche wird es in den nächsten Wochen der Ort für mehr Familienzeit und der Gelegenheit, endlich mal all das zu tun, wozu man sonst nicht kommt. Für Andere ein Ort von deprimierender, beängstigender Einsamkeit. Für wieder Weitere wird es das Epizentrum des familiären Chaos zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung. Und für viele andere Menschen wird das Zuhause in Zeiten von Corona zu noch viele anderen, ganz individuellen Orten… verknüpft mit ganz persönlichen Gefühlen, existenziellen Ängsten, wie auch wunderbaren Glücksmomenten… und auch jeder einzelnen Facette von Empfindungen dazwischen. Eine Erfahrung wie diese haben wir alle noch nicht gemacht. Wir sitzen im selben Boot und dennoch könnte die ganze Situation für die Menschen nicht unterschiedlicher sein.
Ich habe mich gefragt, darf ich das eigentlich noch schreiben? Pläne, Wünsche, Trallala? Darf ich die haben für’s neue Jahr, das damit anfängt, womit das alte geendet hat? Mit Horrormeldungen und Hiobsbotschaften, mit Weltuntergangsstimmung und pessimistischen Perspektiven? In Australien sind Buschfeuer außer Kontrolle. Woanders wird zwischen zwei Golfpartien in Florida mal eben ein neuer Nahostkrieg provoziert. In Indoniesen gibt es Überschwemmungen. Im Krefelder Zoo verbrennen 30 Affen bei lebendigem Leib in der Silvesternacht. Und das sind ein paar der schlimmen Nachrichten, die die ersten Tage des neuen Jahrs schon bestimmt haben. Zusätzlich zu den ganzen „alten“ schlimmen Nachrichten, die schon längst da sind.
In der Adventszeit gemütlich in Stimmung zu kommen, anstatt in die totale Vorweihnachtshektik zu verfallen ist gar nicht so einfach. Jedes Jahr versuche ich vorzuplanen und dem Stress gezielt entgegen zu steuern. Aber da ich eben auch als Freelancerin für Kunden arbeite ist das manchmal nicht so einfach. Irgendwas ist eigentlich immer, was meinen so schön ausgetüftelten Plan dann mal eben schnittig durchkreuzt. Planen ist, bevor die Realität zuschlägt! Aber auch wenn
Am letzten Freitag war ich mit Luzie zusammen auf der weltweiten Klima-Demo in Hamburg dabei. Ich habe ein Bild auf Instagram gepostet und Stories gemacht, weil ich es für richtig und wichtig halte, für eine Gesellschaftsveränderung und auch für eine neue, mutigere und innovativere Klimapolitik auf die Straße zu gehen. Prompt und wie eigentlich auch erwartet, kamen sie, die Öko-Shaming Kommentare. Dass wir da eigentlich nichts zu suchen hätten, wo wir doch selbst nicht komplett nachhaltig lebten. Man machte sich sogar die Mühe, durch meinen Instagram-Feed zu scrollen und mir ein paar Bilder weiter den Prosciutto in meiner Kürbis-Carbonara vorzuhalten. Quasi als Beweisstück meiner persönlichen Verfehlung.
Vor ein paar Tagen habe ich an einer Online-Umfrage teilgenommen. Die Frage war „Wie wichtig ist Ihnen persönlich die Europawahl im Vergleich zur Bundestagswahl?“. Sechs Antwortmöglichkeiten, ich gab meine Stimme ab. Danach wurde mir das bisherige Ergebnis der Umfrage präsentiert. Die Länge der Balken bei den einzelnen Antworten überraschte mich nicht wirklich, aber es zeigte auch ganz deutlich, dass viele Leute vielleicht gar nicht wissen,
Ich schiebe ich in den letzten Wochen ziemlich viel Frust vor mir her. Ich hatte mir so unheimlich viel vorgenommen für die drei Monate, in denen Luzie in Neuseeland ist. Ganz viel vorarbeiten, ganz viel nacharbeiten. aktuelle Projekte bearbeiten und auch zwischendurch mal Zeit nur für mich haben. Und jetzt kommt heute in zwei Wochen schon wieder. Ganz ehrlich? Ich habe mit meinen tollen Plänen komplett versagt. Ich habe nicht mal einen Bruchteil davon umgesetzt, ich habe nicht das Gefühl, ich hätte diese Zeit wirklich genutzt und und das frustriert mich total. Unproduktiv, ineffektiv und irgendwie unzulänglich fühle ich mich in letzter Zeit oft. Ich bekomme also nicht einmal meine Pläne gebacken, wenn die Rolle „Mama“, die {selbst bei einer 17jährigen Tochter im Haus} sonst ja auch ein ganzes Stück meines Tages einnimmt, irgendwie wegfällt…pfffff.