Moingiorno ihr Lieben, schon November. Echt jetzt? Puh! Ich mag’s ja gar nicht sagen, aber ab jetzt rasen wir auf Weihnachten zu. Ich bin echt noch nicht soweit. Den Herbst liebe ich nämlich sehr und der vergeht mir immer viel zu schnell. Wenn ich schon vor Halloween das ganze Weihnachtsgedöns in den Läden sehe, denke ich jedes mal nur… Bitte nicht! Aber wat mutt, dat mutt. Nicht lang jammern, ändern lässt es sich ja eh nicht. Also blicke ich hier nochmal mit viel Zuneigung auf meinen Lieblingsmonat zurück und teile mit euch gern meinen DIE DINGE Monatsrückblick für den Oktober… Tee?
DIE DINGE in der Welt da draußen & der Blick auf die Helfer…
„Look for the helpers. You will always find people who are helping“… über dieses Zitat stolpere ich immer wieder irgendwo. Schau auf die Helfer. Du wirst immer Leute finden, die helfen. Es ist ein Spruch, der Fred Rogers zugeschrieben wird. Fred Rogers war ein US-amerikanischer Fernsehmoderator, Musiker und Kinderpsychologe – bekannt durch seine Sendung “Mister Rogers’ Neighborhood“. Er galt als eine Art sanfter Moral-Kompass Amerikas, weil er Kindern Themen wie Angst, Freundschaft und Mitgefühl auf ehrliche, ruhige Weise erklärte. Auch wenn ich die Sendung von ihm nicht kenne, das erinnert mich sehr an die Sesamstrasse, mit der ich in den 70ern aufgewachsen bin.
Eigentlich stammt der Spruch ursprünglich von Fred Rogers Mutter. Sie sagte das wohl, wenn ihm als Kind die Welt und die schlimmen Nachrichten wieder einmal Angst machten. Und ehrlich? Ich mag diesen Gedanken. Weil er daran erinnert, dass mitten im schlimmsten Chaos immer Menschen sind, die einfach tun, was sie können. Die anpacken, trösten, zuhören, helfen, machen, retten, an guten Dingen arbeiten. Es geht nicht darum, die Augen zu verschließen oder so zu tun, als wäre alles halb so schlimm. Es geht darum, sich bewusst zu machen, dass beides gleichzeitig existiert: das Schlimm(st)e und das Gute. Und dass der Blick auf Letzteres hilft, den Fokus nicht völlig verzerren zu lassen. Damit das Dunkle nicht alles überstrahlt. Vielleicht, nur vielleicht, hilft genau das, den Glauben an die Menschlichkeit nicht zu verlieren Und ja, da steckt für mich etwas Tröstliches drin.
“What you do makes a difference, and you have to decide what kind of difference you want to make.” – Jane Goodall
Eine der ganz großen Helferinnen hat diese Welt leider im Oktober verloren. Die größten Heldinnen tragen manchmal einen Schimpansen auf dem Arm und lange graue Haare. Manche Menschen verschreiben sich selbst dem Ziel, aus der Welt einen besseren Ort zu machen. Bis zum letzten Atemzug. Und sie hinterlassen eine Lücke, wenn sie von uns gehen. Jane Goodall war so ein Mensch und ich habe im Oktober um sie getrauert.
Andere ziehen in eine Schneise der menschlichen und moralischen Verwüstung durch die Welt, unter dem Deckmäntelchen von „Traditionen, Werten und Schutz von Frauen“ (als ginge es jemals darum), sind sie doch nur getrieben von Macht- und Geldgier. Um die geht es hier heute mal nicht, auch wenn ich da viel zu sagen hätte. Denn die helfen niemanden. Außer sich selbst.
Die HILFE im KLEINEN… Fall man selbst gerade keine Möglichkeiten und/oder Energie für große Hilfsaktionen und Aktionismus hat, gibt es übrigens trotzdem immer Dinge, die man tun kann.
Dafür findet ihr wie immer, findet wieder ganz viele „Helfer:innen“ in den GOOD NEWS am Ende meines Monatrückblicks.
Eine Petition gegen Hass im Internet mit unterzeichnen zum Beispiel. Denn Hass ist keine Meinung und die Einschüchterung von Mensch (besonders Frauen) im Internet ist mittlerweile Methode mit der engagierte Stimmen zum Schweigen gebracht werden. Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram werden zunehmend zu Echokammern des Hasses und der Spaltung geworden. Das Internet darf kein rechtsfreier Raum bleiben und sowas muss endlich konsequent verfolgt werden. Schluss mit anonymem Trollen. Kein Fake-Accounts ohne Identitätsnachweis. Denn wenn Online-Hass weiterhin ungestraft bleibt, verliert die Demokratie ihre Stimme. Das betrifft alle, auch die „nur“ im Internet lesen.
Oder eine Petition unterschreiben, die fordert, dass das Grundgesetz endlich für ALLE gilt. Als es nämlich 1949 entstand, wurde zwar Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Religion oder Behinderung verboten – doch queere Menschen blieben außen vor. Bis heute fehlt queeren Menschen der verfassungsrechtliche Schutz. Auch unserem trans Sohn, zum Beispiel. Ihr könnt mit eurer Unterschrift helfen, endlich für Gleichberechtigung so sorgen, denn das ist lange überfällig.
Oder für eine freie Enzyklopädie spenden, die auf Fakten und Wissenschaft basiert und nicht auf den Fantasien von Autokraten, die Wissen gerne einschränken und Geschichte gern umschreiben möchten. Ich spende jedes Jahr einen Betrag an Wikipedia. Weil ich es wichtig finde, dass ein Medium, das Menschen kostenfrei fundiertes, faktenbasiertes und wissenschaftlich korrektes Wissen zur Verfügung stellt, ganz dringend unabhängig bleiben muss. Vielleicht denkt ihr das ja auch…
DIE DINGE im Oktober… von Geburtstagen, kleinen Fluchten, großer Herbstliebe & Hoffnung
Die BUCKET LIST… Im Oktober habe ich etwas getan, dass ich schon länger nicht mehr gemacht dabe: eine Bucket List geschrieben. Also eine Liste von Dingen, die ich den Monat über gerne tun wollte. Eventuell gibt es davon eine jetzt regelmäßig im Blog – nicht nur mit meinen persönlichen Wünschen, sondern auch mit allgemeineren als Inspiration für euch. Falls ihr es noch nicht gesehen habt… vor ein paar Tagen ist meine Bucket List für den vielfach ungeliebten November online gegangen: Nic’s November Bucket List – 20 kleine Fluchten aus dem grauen Jahreszeiten-Blues. Vielleicht ist ja da der ein oder andere Anstups für euch dabei.
Nicht, dass ich so eine Liste als etwas betrachte, das „abgearbeitet“ werden muss. Davon habe ich schon genug. ;) Ihr höchstwahrscheinlich auch. Eher ein alles kann und nichts muss Ding soll das sein. Aber dennoch bin ich jetzt natürlich neugierig gewesen, was ich von meiner Oktober Wunschliste denn wirklich umgesetzt habe. Ganz schön viel, wie ich feststelle und das macht mich ein bisschen happy. Selbst den fetten Reisebericht über unseren Kurztrip nach Tilburg habe ich geschafft. Und auch ein neues Rezept für den Blog schlummert schon in der Pipeline. Tatsächlich blieb nur der Downton Abbey Film und Stockbrot mit Freund:innen am Feuerkorb blieb auf der Strecke. Schade, aber der Film lässt sich ja auch im Heimkino schauen und der Winter wird noch lang genug für wärmende Feuerchen im Garten.
Der HERBST-NESTBAU… Ihr lest bei mir schon länger? Dann wisst ihr, dass der mich um diese Jahreszeit immer akut überfällt: irgendwas muss im Haus verändert, aufgehübscht, renoviert werden. Das Ding ist, dass ich auf Projekten ja gerne mal ein paar Monate herum denke. Manchmal so lange, dass schon wieder neue Ideen um die Ecke kommen. Aber im Oktober war ich mal ganz spontan mit einem Interior-DIY… und wer mich kennt, der weiß wie selten dass vorkommt, dass ich so fix bin.
Auf meinem Instagram könnt ihr es sehen: etwa 3 Stunden Arbeit in 30 Sekunden. Wir haben jetzt ein neues, pflegeleichtes Wandkleid in der Küche. Nach über 12 Jahren konnte ich das Chalk-Lettering an der Küchenwand (HIER ein par Erinnerungsfotos in memoriam ;) echt nicht mehr sehen. Es musste gehen. Auch weil mir das um die Buchstaben herum putzen oder bei völliger Verdreckung immer wieder neu zeichnen mittlerweile extremst lästig wurde. Ein kleiner Aufwand, große Wirkung… *Peel & Stick Tiles Fliesenaufkleber und zack – neue Küchenwand! Das ist eigentlich der Selbstbeweis, dass Veränderung nicht kompliziert oder lange geplant sein muss. Easy Interior Hacks? Mögen wir sehr. Auch wenn sie im Hause Hildebrandt eine Seltenheit sind.
Farbkarten für einen neuen Akzent im Wohnzimmer und unserem Essbereich liegen hier dafür höchstwahrscheinlich noch wochenlang, wenn nicht gar monatelang herum. Nic, mal wieder im Farb-Dilemma…. es gibt einfach zu viele schöne Töne. Wie soll ich mich denn da bitteschön entscheiden? Aber dafür bin ich sehr stolz auf mich, dass ich nicht am 1. Oktober im Morgengrauen zum Möbelschweden gerannt bin, um mir gehypte Limited Edition Designer Dings zu kaufen, die ich eigentlich nicht brauche. Ihr wisst vielleicht, was ich meine. ;)
Der LETZTE WOHNDOSEN-TRIP… des Jahres hat Stephan im Oktober ohne mich gemacht. Und das war total okay. Ich finde, es ist wichtig, auch Dinge getrennt voneinander zu machen und jeder von uns pflegt auch seine eigenen Interessen. Außerdem ich bin wirklich auch mal gern ein paar Tage allein zu Hause. Er war in in Hvide Sande in Dänemark bei einem Kite-Surfer Treffen. Leider war zur gleichen Zeit der erste Herbststurm im Norden und er wurde nachts sehr durchgeschüttelt in der Dose… der Ärmste. Während er von der steifen Brise frisch verfönt wurde, habe ich übrigens die Küchenfliesen geklebt und habe mir ein kuscheliges Wochenende mit dem Kater gemacht.
Inzwischen ist unsere Wohndose winterfest gemacht und schlummert unter der Abdeckhaube bis zum nächsten Frühling. Tatsächlich fühlen wir uns sehr untercampt in diesem Jahr, aber irgendwie haben sich nicht mehr Camping-Trips ergeben. Vielleicht wird es ja 2026 wieder ein bisschen mehr und spontaner.
Die 55… Mitte Oktober habe ich meinen 55. Geburtstag gefeiert – und und auch, wenn es mal wieder keine Feier im Sinne von Party gab, war der Tag für mich ein Fest. Ich habe genau das getan, was ich an meinem Geburtstag eigentlich am liebsten mache: unterwegs auf Reisen sein, neue Dinge sehen und gut essen. Und überhaupt „feiere“ ich jedes Jahr. Denn was ist die Alternative zum Älter werden? Jung sterben. Und das kann ja kein Ziel sein.
Ihr werdet von mir nie so etwas hören, wie: „Ich bin zum x-ten Mal 48 geworden *zwinkerzwoinker“ – Ich bin 55. Punkt. Ich werde nie mein Alter „kleiner“ machen oder verschämt Wegkichern, denn jedes Jahr habe ich mir hart erarbeitet. Die Zeit hat mich stärker, klüger und selbstbewusster gemacht. Wer sagt, Frauen sollen würdevoll altern, meint oft „Bitte leise & angepasst“…. und bitteschön für immer faltenlos wie 25. Sorry, da bin ich raus. Ich habe keine Zeit mehr für Bullshit, der nur zu dem Zweck existiert, Frauen zurückhaltend, unsicher und vor allem klein zu halten. Also Happy Birthday to me. Again! Ich bin die Frau, die mein jüngeres Ich sich niemals vorstellen konnte. Und das fühlt sich gut an.
Die KOPENHAGEN-REISE… Ein Kurztrip nach Kopenhagen stand schon seit Ewigkeiten auf unserer Reise Bucket List. Und Kopenhagen im Oktober war einfach… golden. Ich liebe ja Städtereisen im Herbst und diese Stadt kann Herbst. Fast alle Fotos in diesem Post sind dort entstanden. Sogar im Tivoli Garden, in den wir eigentlich gar nicht wollten, weil Vergnügungsparks normalerweise nicht so unser Ding sind. Aber als ich dann die Halloween-Deko am Eingang des Parks sah, war ich dann doch aufgeregt, wie ein Kid im Candy Store. Dem herbstlichen Halloween-Spektakel und der Nostalgie der Fahrgeschäfte konnten wir uns dann doch nicht entziehen. Und was soll ich sagen? Wir haben’s tatsächlich genossen.
Und – eigentlich wie zu erwarten – haben wir uns ein bisschen in Kopenhagen verliebt. Warmes Licht auf Kopfsteinpflaster, eine Brise, die nach Meer und Zimt riecht, und überall dieses Gefühl von „Hygge“, das man gar nicht richtig übersetzen kann. Wir hatten so ein Glück mit dem Wetter und haben wirklich drei der absolut goldenen Herbsttage erwischt. Wir haben die Stadt aufgesogen… zu zweit, mit täglichem Brunch und Dinner Dates, mit Vintage-Shopping, langen Spaziergängen durch Kopenhagens Viertel und das Ganze bei grandiosen Sonnenschein. Wenn ich jetzt etwas ganz Klischeehaftes schreiben wollte, würde ich schreiben… I feel blessed. ;)
Wir tatsächlich zum ersten Mal dort…. Aber es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Für uns ist es ja glücklicherweise nicht allzu weit. Die Stadt hat so eine wunderbare Mischung aus nordischem Stil und und entspannter Offenheit. Sobald ich dazu komme, gibt’s dann hier auch eine Reise-Blogpost über unser verlängertes Wochenende in Kopenhagen mit unseren persönlichen Tipps.
Der BESUCH von WES… Als wir aus Kopenhagen zurückkamen, wartete zu Hause schon unser Kind für einen kleinen Heimatbesuch auf uns. Da fiel der Abschied aus Dänemark natürlich dann doch nicht sehr schwer. Wes hatte mit einem Hamburger Freund eine Reise nach Prag unternommen und noch ein paar Tage hier bei uns drangehängt, bevor das neue Semester in Mainz wieder losging. Auch wenn er dann meistens sehr busy unterwegs ist und wir gar nicht soooo viel von ihm haben, sind wir immer happy, wenn unser Kiddo mal bei uns ist. Dass er dann meist viel beschäftigt ist – Ethel Cain Konzert, Treffen mit Freunden, neue Tattoos von der besten Freundin Ray (die sich übrigens immer über Bookings freut ;) gestochen usw. – ist völlig normal. Es ist so wichtig, Freundschaften zu pflegen, und dass ist auf die Entfernung ja eh schon schwer genug. Zeit für uns Eltern und auch Oma und Opa fielen dann trotzdem noch ab. Und wir haben ja auch gerade erst 3 Wochen zu dritt in Schottland verbracht.
Nach seinem Besuch bei uns habe ich ihn dann für den Semesterstart zurück nach Mainz gefahren. Auch wenn es eine ewige Gurkerei ist, genieße ich das immer. Ich haben auf der Fahrt Zeit für lange Gespräche mit meinem erwachsenen Kind – das ist für mich eine echte Quality Zeit. Außerdem bin ich immer gerne für eine Stippvisite im schönen Mainz, selbst dann wenn Wes dann vor Ort auch nicht viel Zeit für mich hat, weil er dort seinen Alltag mit Studium, Job und politisch-aktivistischem Engagement hat. Ich kann es kaum fassen, dass er jetzt im Winter schon seine Bachelor-Arbeit in Filmwissenschaften schreiben wird. Es kommt mir wie neulich vor, als er ausgezogen ist und wir seine Studentenbude tapeziert haben.
Übrigens hat Wes vor ein paar Wochen behind the scenes bei einem Musik-Video Shooting mitgearbeitet, für Fotos und B-Roll Aufnahmen. Falls ihr da mal rein luschern und vor allem lauschen wollt… Mobilé – New Ride. In die erste EP der Mainzer Band Mobilé könnt ihr HIER reinhören… sehr groovy und gechillt. Lieb ich sehr und die jungen Leute können am Anfang ihrer Karriere ein paar mehr Fans gut gebrauchen. ;)
Der KATZENOPI… unserer Peppermann ist Ende Oktober ganze 17 Jahre alt geworden und ich kann nicht oft genug betonen, wie unendlich dankbar ich bin, dass ich das kleine Fellknäul noch habe. Es gibt fast keinen Tagen, an dem ich nicht mindestens einmal an die fast 3 Monte vor 2 Jahren denken muss, in denen er so krank war, dass wir ihn fast verloren hätten. An den langen Tierklinik-Aufenthalt, die Angst und die Trauer und die unendlichen Wochen, die es dauerte, bis er wirklich über den Berg war. Ich denke immer noch an die Wochen, in denen er auf einem Matratzenlager jede Nacht auf meiner Brust schlief. In denen ich ihm mit viel Mühe und noch mehr Liebe das Laufen wieder beibringen und ihn aufpäppeln musste. Die Verzweiflung von damals tut immer noch weh und es gibt mir einen Stich, wenn ich an die Zukunft denke. Ich weiß nicht, wie ich das ertragen kann, wenn irgendwann der Tag kommt. Bis es soweit ist, genieße ich einfach jede Minute mit dem Fruggel. Und auch wenn Stephan über mich lacht… mit umgerechnet 84 Menschenjahren hat der Katzenmann jetzt jede Narrenfreiheit und darf ALLES.
Die GUCK-REVIEWS… immerhin habe ich einem Kinofilm von meiner Oktober Bucket List anhaken können.
One Battle After Another (US-amerikanischer Spielfilm, 2025 – Trailer)… Der Film ist ein Genre-Mix zwischen Actionthriller, absurder Filmkomödie und erschreckend aktueller politischer Relevanz. Eigentlich möchte ich ja Leonardo DiCaprio seit seiner fragwürdigen Anwesenheit auf der Hochzeit von Pimmelrakete Bezos für immer nur noch doof finden. Aber leider macht er seinen Job als Schauspieler immer wieder beeindruckend. Auch hier. Worum geht’s? DiCaprio spielt den Ex-Revolutionär Bob Ferguson, der seit Jahren quasi dauerbekifft im Untergrund lebt – bis seine Tochter Willa verschwindet und sein alter Erzfeind Colonel Lockjaw (Sean Penn) wieder auftaucht. Bob seine rebellische Vergangenheit und macht sich auf, um sein Kind zu retten. Es geht um Widerstand, Macht, Verschwörungen und eine ziemlich wilde Rache- und Rettungsaktion. Eine wahnwitzige Hatz!
Was ich daran mag und warum gucken? Wenn ihr Leonadro DiCaprio in skurriler Höchstform performen sehen möchtet. Bob ist kein klassischer Held. Das macht’s spannend. Wenn ihr visuell beeindruckende Bildbrache liebt. Wenn ihr Lust auf einen Film habt, der zeigt, dass Blockbuster auch intelligente, politische Brisanz haben können. Vielleicht lieber skippen… Wenn ihr rein leichte Unterhaltung ohne Gesellschaftskritik sucht. Wenn euch hohes Tempo und Wendungen stressen (wobei ich persönlich finde, das das steile Tempo erstaunlich gut zu ertragen ist).Wenn euch stattliche 162 Minuten Spielzeit für einen gemütlichen Filmabend zu viel sind. Mein Glück übrigens, dass Stephan nichts von den fast 3 Stunden wusste, als wir die Filmtickets für 21 Uhr kauften… haha. Falls euch das Angst macht, lasst euch sagen, dass das filmtechnisch die bisher kurzweiligste Überlänge ever für uns war, trotz der späten Stunde. Der Mann ist nicht einmal eingeschlafen, das soll was heißen.
Wayward (dt. „Unberechenbar“ – Kanadische Mystery-Triller Miniserie, 2025 – Trailer)… Worum geht’s? Die Serie spielt im Jahr 2003 in einer idyllisch wirkenden Kleinstadt in Vermont. Zwei kanadische Jugendliche entkommen einer Einrichtung für „schwierige Teenager“. Geleitet wird die ominöse Tall Pines Academy, von der strahlend lächelnden aber eiskalten Evelyn Wade (Toni Collette). Die entflohenen „Insassinnen“ treffen auf den neu zugezogenen Polizisten Alex (gespielt von Schöpfer Mae Martin). Gemeinsam decken ein dunkles Netz von Geheimnissen in der Stadt und der Schule auf.
Was ich daran mag und warum gucken? Wenn ihr eine Toni Collette in Bestform als manipulative Leiterin der Academy sehen wollt. Niemand kann „freundlich-bedrohlich“ besser als sie. Wenn ihr euren Horizont um nicht-binäre Filmschaffende erweitern wollt . Mae Martin ist nicht nur Hauptdarsteller:in, sondern auch ihre Idee von persönlichen Erfahrungen geprägt. Wenn ihr Themen mögt, die hängen bleiben, denn dem Mystery-Plot steckt Kritik an Machtmissbrauch, an der real existierenden „Troubled Teen“-Industrie, die junge Menschen „zurechtbiegen“ wollen. Vielleicht lieber skippen… Wenn ihr schnelles Stoytelling braucht, um nicht nebenbei auf’s Handy zu schauen. Die Serie hat teilweise so ihre längen, dreht aber am Schluss nochmal voll auf – veresprochen. Wenn ihr immer Closure braucht und offene Enden nicht gut ertragen könnt (obwohl ich mir vollstellen könnte, dass eine Staffel 2 folgen wird ;)
Übrigens… Die Kritiken auf Google und anderen Plattformen sind übrigens vor allem deswegen teilweise unterirdisch, weil irgendwelche Jürgens und Hans-Peters sich dadurch in ihrer fragilen Männlichkeit angefasst fühlen, dass die Person in der Hauptrolle nichtbinäre, trans Person ist. Was beweist, dass wir noch viel mehr Repräsentation von gay, non-binray und trans Menschen in den Medien brauchen, bis die Bumsköppe lernen, dass es eben nicht nur zwei Geschlechter gibt.
Companion (US-amerikanischer Spielfilm, 2025 – KEIN Trailer!!!)… Ihr Lieben, warum ist kein Trailer hier verlinkt? Ich habe ihn mir angeschaut und finde, er spoilert alles! Also bitte nicht anschauen! Überhaupt denke ich, dass man diesen Film am besten guckt, wenn man möglichst wenig über die Handlung weiß, deswegen will ich hier auch gar nicht so viel zum Plot schreiben und es gibt kein „Worum geht’s?“. Lasst euch am besten einfach überraschen. Nur soviel… der Film ist ein Genre-Mix aus SciFi, Horror, Thriller und Satire. Die Geschichte ist keine reine Gänsehaut-Horrorshow, sondern transportiert ganz neben bei, intelligent und unterhaltsam eine Menge Gesellschaftskritik… an Macht, Kontrolle, Technologie-Ethik, Misogynie und toxischen Beziehungen. In der sozialen Relevanz der Geschichte liegt tatsächlich der eigentliche Horror und weniger in dem verwendeten Kunstblut. Fun Fact… Ich dachte die ganze Zeit, dass der Hauptdarsteller, der den Josh spielt irgendwie einbekanntes Gesicht ist. Kein Wunder, es ist der Sohn von meg Ryan und Dennis Quaid. Lieblinge der 80er und 90er… die GenX weiß Bescheid. ;)
Was ich daran mag und warum gucken? Wenn ihr Lust hast auf einen Film, der unterhält und gleichzeitig nachdenklich, wenn ihr düstere Wendungen und starke Frauenrollen mögt und wenn ihr keine Angst vor ein bisschen Blut habt. Und wie gesagt, bitte schaut auf keinen Fall den Trailer, wenn ihr die Story wirklich ungespoilert sehen möchtet… was ihr wirklich solltet. Please! Vielleicht lieber skippen… Wenn ihr lieber reinen reinen Horror oder reine Comedy mögt und Genre Mixe nicht so euer Ding sind. Dieser Film bewegt sich dazwischen.

Die GOOD NEWS… aus dem Okober. Also einige davon: ★ Klimaschutz lohnt sich (nicht, dass wir das nicht geahnt hätten ;) Laut DIW bringt jeder Euro für Windräder, Solaranlagen und Co. bringt bis zu 4,8 Euro zurück – ein Gewinn für Wirtschaft, Gesundheit und Umwelt. ★ Die EU bleibt engagiert. Eine Mehrheit der Europäer:innen steht klar hinter Klimaschutz und Menschenrechten trotz politischer Scheindebatten und Nebelkerzen in Brüssel (z.B. unmündige, verwirrte Büger:innen ganz dringend vor Veggy-Schnitzel Fehlkäufen schützen muss… IronieOFF). Währenddessen ringt das EU-Parlament über mögliche Lockerungen des Green Deal… make it make sense.
★ Solarstrom ist so günstig wie nie – Energie aus der Sonne ist heute billiger als Kohle oder Gas. Laut einer Studie hat sich die weltweite Solarkapazität seit 2020 verdoppelt, Batteriespeicher werden immer mehr ausgebaut und auch günstiger. ★ Rekord bei Erneuerbaren – Zum ersten Mal WELTWEIT mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus Kohle – ein echter Wendepunkt in der Energiewende! Auch wenn es in dem globalen Wahnsinn manchmal untergeht… was wir sind alle Zeitzeug:innen das Ende des fossilen Zeitalters. ;)
★ Mini-Workouts wirken sich positiv auf die Gesundheit aus – Schon fünf Minuten Bewegung mehrmals am Tag verbessern Herz und Kreislauf spürbar, auch bei Sportmuffel:innen. ★ Durchbruch bei Brustkrebs. Forscher:innen gelingt es erstmals, gefährliche Schläferzellen zu eliminieren, die oft Rückfälle auslösen. 90 % der Patient:innen blieben bisher drei Jahre krebsfrei. ★ Ultraschall statt Chemo als neue Form der Krebstherapie. Die neue Histotripsie-Methode zerstört Tumore mit Ultraschallwellen, ohne Operationen, Strahlung oder Chemie.
★ Weiterer Durchbruch im Kampf gegen HIV– Ein neue entwickelter Antikörper von Forscher:innen aus Köln neutralisiert im Labor fast alle HIV-Varianten. ★ Kostenlose „Pille danach“ in England. Das Notfallmedikament ist dort jetzt frei und ohne Rezept in Apotheken erhältlich. Weniger Hürden für Hilfesuchende bei ungewollten Schwangerschaften… so richtig!
★ Hamburg zieht seine Klimaziele an und sagt beim Volksentscheid am 12. Oktober sagt Ja zu mehr Klimaschutz. Die Stadt will bereits 2040 klimaneutral werden. Fünf Jahre früher als geplant. Ach Hamburg, meine Perle… vielleicht liegt es ja auch an Progressivität und Weltoffenheit, dass Hamburg laut Glücksatlas wieder Spitzenreiter bei Lebenszufriedenheit ist? Nur so ein Gedanke. ;) Die Hanseaten bewerten ihr Leben mit starken 7,33 von 10 Punkten.
★ „Nur Ja heißt Ja“ in Frankreich – Das neue Sexualstrafrecht schützt Betroffene besser und setzt ein klares Zeichen für Einvernehmlichkeit. Wann europaweit? Wann? Die Gesetzesänderung ist auch eine Reaktion auf den Pelicot-Prozess. Merci, Gisele! Du bist eine Heldin. ★ Die GenZ-Jugend ist weltweit laut & aktiv – junge Menschen von Madagaskar bis Nepal fordern Veränderung und gegen Korruption und schlechte Lebensbedingungen auf die Straße… und stoßen mit ihren globalen Protesten damit vielerorts echte Reformen an.
★ Die Niederlande wählen liberal. Der Wahlsieg der linksliberalen D66 bringt Hoffnung auf stabile, pro-europäische Politik und ein Schlappe für Rechtspopulisten. Der neuer Premier könnte auch noch weitere Signalwirkung haben, denn mit Rob Jetten könnten die Niederlande nicht nur den jüngstes Ministerpräsident in der Historie des Landes, sondern auch einen Regierungsche, der der offen homosexuell lebt und damit einen First Gentleman. Die Niederlande scheinen zu der toleranten Politik zurückgekehrt zu sein, für die sie lange bekannt waren. DANKE, liebe Nachbarn! Vielleicht können wir uns davon ja eine Scheibe abschneiden. Bitte.
Wenn ihr zu den Menschen gehört, die der dunklen und nassen Jahreszeit etwas entgegen gucken, dann wünsche ich euch, dass es euch gelingt, das beste daraus zu machen und die Schönheit und Gemütlichkeit im November zu finden. Wie ich neulich schrieb… Vielleicht ist ja auch das Gute, , dass ihr zu dieser Jahreszeit und vor dem ganz großen Weihnachtsbrimorium, mal existieren dürft, ohne ständig Fomo zu haben, dass ihr draußen etwas verpasst. Den Hintern nicht hoch zu bekommen ist im November irgendwie okay-er als sonst.
Noch ’n Tee?
Ich hoffe, ihr habt im November ein paar schöne Pläne für kleine Fluchten aus dem Grau…? Liebe geht raus!

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4 Comments
Margeranium
8. November 2025 at 7:31Liebe Nic,
wirklich ein toller Rückblick auf Deinen Oktober! ich finde es wirklich klasse, dass Du Dir die Zeit nimmst, weiterhin Deinen Blog zu pflegen. Ich lese wirklich immer gerne bei Dir. Und ich weiß auch, wieviel Arbeit dahinter steckt! Auch wenn wir uns nicht persönlich kennen, so folge ich Dir ja schon viele Jahre. Ich stehe auch zu meinem Alter und würde mich auch niemals jünger machen wollen! Wozu auch…
ich bin für jedes Jahr dankbar, das ich noch erleben darf… es hätte ja auch schon mit 51 Schluss sein können!
Ich wünsche Dir einen entspannten November und freue mich schon, darüber im Dezember zu lesen!
Viele Grüße von
Margit
Nic {Editor}
8. November 2025 at 10:05Hallo Margit, ich freue mich tatsächlich immer, dass du nach so vielen Jahren immer noch regelmäßig vorbei kommst, um bei mir zu lesen. Vielen Menschen, ist das wirkliche lesen „zu aufwendig“ geworden, was schade ist. Also Danke, dass du dir die Zeit nimmst.
ich werde meinen Blog weiterhin pflegen, der er ist allein meins. Nicht getrieben von irgendwelchen Algorithmen, nicht bewertet durch eine KI und in der Reichweite nicht automatisch eingeschränkt, weil ich ein paar unbequeme Dinge sage und Wörter benutze, die auf SoMe Plattformen mittlerweile sofort ge- shadowbanned werden. Nicht abhängig von Konzernen, die einem den Content jederzeit löschen können, wenn es ihnen passt und man kann nichts dagegen tun. Das hier ist mein Ort. Deswegen stecke ich hier weiterhin, Energie, Zeit und auch tatsächlich ne Menge Geld für das Hosting in Deutschland rein.
Themenwechsel… ja, das ist so. Wir können doch für jedes gute Jahr dankbar sein. Wenn wir das Gute denn erkenne. ;) Und wenn man einmal auf Messers Schneide war, dass weiß man das ganz bestimmt nochmal anders zu schätzen. Alles Liebe für dich. Nicht nur im November und viele Grüße zurück.
Silke
8. November 2025 at 7:58Wieder ein toller Monatsrückblick mit besonders guten Good News diesmal finde ich.
freu mich schon sehr auf den Kopenhagen Post!
Liebe Grüße
Nic {Editor}
8. November 2025 at 10:05Danke für dein liebes Feedback, Silke. :)