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DIE DINGE im Juni… von inneren Schweinehunden & dem was wirklich zählt

Frau sitzt entspannt an den Landungsbrücken in Hamburg an einem Sommertag, trägt grüne Adidas-Jogginghose, weißes T-Shirt, Cap und auffällige Leoparden-Sneaker mit orangen SchnürsenkelnEin sommerliches Moingiorno, ihr Lieben! Wie war euer Juni? Wie nett, dass ihr wieder für meinen DIE DINGE Monatsrückblick vorbeischaut, euch die Zeit nehmt, um zu lesen wie meiner… unserer so war. Ich weiß gar nicht, irgendwie ist der so schnell vorbei gegangen und fühlt sich gleichzeitig so dahin geplätschert an. Ich kenne mich selbst gut genug, um zu wissen, dass ich am Ende dieses „Tagebuchs“ dann doch feststellen werde, dass so einiges in unserem Leben los war. Also mal schau’n.

Und wie immer wieder mein Hinweis… Ihr möchtet direkt die persönlichen Geschichten lesen? Dann springt einfach zum über den nächsten Textblock hinweg. Ich freue mich aber immer, wenn ihr es nicht tut. ;)

Sommertag im Park Fiction in Hamburg mit grünem Hügel, Menschen auf der Wiese und Blick auf Hafenkräne am blauen HimmelDIE DINGE in der Welt und so…

Wisst ihr, jeden Monat hocke ich hier wieder auf’s Neue und frage mich, wie ich unfassbare Dinge die in der Welt passieren, in meine eigenen Worten fassen kann. Ich scheitere zunehmend daran. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich anfangen soll. Was ich schreiben soll. Mein Gedankendurchfall ist gerade zu wüst. Aber vor ein paar Tagen las ich etwas, dass meine Wut eigentlich ganz gut und universell auf dem Punkt bringt:

„I firmly that a No Boys Allowed policy for governments for 50 years or so would turn this ship around.“ … via @bittersweet.everything auf Instagram.

Ich hab es soooo unendlich satt, dass Männer, die irgendwann dringend mal eine Therapie gebraucht hätten um ein wenigstens ein halbwegs menschliches, brauchbares Mitglied der Gesellschaft zu werden… dass ein Haufen Soziopathen über die Menschheit bestimmen. Und falls ihr als Leserinnen meiner Zeilen jetzt gerade den Impuls habt, zu denken, dass wir Frauen, das auch nicht besser machen würden – weil es  ja eine Handvoll (!) Alices, Ursulas und Julias gibt, dann bitte, schreibt es mit nicht in die Kommentare. Geht bitte nochmal in euch. Vielleicht sollten gerade wir Frauen doch endlich aufhören, solche Diskussionen zu führen und immer wieder reflexartig noch jedes schlimmste, männliche Verhalten zu relativieren. Folgt von mir aus Frauen wie Nicole @zachi_unplugged, um das Große und Ganze mal genauer zu betrachten. Auch wenn’s manchmal weh tut, weil wir uns ertappt fühlen. Denn das System, das man Patriarchat nennt und das solche Soziopathen hervorbringt, fördert, und in ihrer Macht sichert, möchte genau, dass ihr das denkt. Damit es weiter existieren kann.

Ich schrieb es ja neulich schon mal. Ich glaube, wir leben gerade mitten in einem Systemschock. In Zeiten vor einer Extinction Burst. Und das System wehrt sich geben den Wandel und das eigene Sterben mit aller hässlichen Macht. Es liegt auch an uns Einzelnen, was nach diesem Wandel kommt. Vielleicht sollten wir die anerzogenen Verteidugungsreflexe ablegen, damit schneller etwas Gutes daraus werden kann. Nur so ein Gedanke.

Hand mit Ringen hält Metallgeländer mit Aufkleber 'ausgeburt des Internets', darunter Kopf mit buntem Tuch und Schuhe mit Leopardenmuster auf Kopfsteinpflaster an einem Sommertag in HamburgCollage aus zwei Fotos eines Sommertags in Hamburg: links Strandbar mit bunten Stühlen und Hafenkränen im Hintergrund, rechts bunte bemalte Silos mit geometrischen Mustern und Pflanzen davorDIE DINGE im Juni… von inneren Schweinehunden & dem was wirklich zählt

Der LESETIPP…mit dem möchte ich einfach mal anfangen. Aus Gründen. “Schwarzsehen ist auch keine Lösung“ Eine Krise jagt die nächste? Mag sein. Und trotzdem ist die Welt bei genauerem Hinsehen ganz schön in Ordnung. Ein Plädoyer für Mikro-Optimismus, der unseren Alltag so viel besser machen kann, aus der SZ.

So so lesenswert und eine ganz praktische Anleitung für eine Perspektiv-Korrektur im Meer der schlechten Nachrichten! Ein Zitat aus dem Artikel: „Leicht hat man es als Mikro-Optimist nicht. Die guten Nachrichten muss man mühevoll suchen.“ Und weil das so ist, suche ich sie. Jeden Monat auf’s Neue. Und teile sie mit eich am Ende meines Blogposts. Dann müsst ihr weniger suchen. ;)

Das WAS ZÄHLT… ist einfach immer wieder Zeit mit Menschen zu verbringen, die man mag. Denn unsere Zeit ist nunmal begrenzt und die Momente die wir mit unseren Lieben erleben, die werden irgendwann mal – viel zu schnell – die „gute alte Zeit“ gewesen sein. Wenn wir Glück haben. Zu Erkennen, wenn ich Glück habe, das ist tatsächlich auch ein Beweggrund hinter meinen Zeilen. Zu reflektieren, zu wertschätzen, dankbar zu sein. Und wenn ich am Anfang schrieb, dass unser Juni irgendwie vor sich hin geplätschert ist, dann wird mir spätestens jetzt beim Tippen klar, dass er alles andere als belanglos war.

Ich bin gerade nochmal zu meinem Monatsrückblick aus dem Mai zurück gesprungen und lese meine letzten Sätze dort. Unter anderen… „Wir freuen uns jetzt auf lieben Besuch am kommenden Wochenende.“ Also ja, dass waren solche Momente, die auf das Gute-Alte-Zeit-Konto definitiv eingezahlt haben. Nachdem wir im letzten Monate Mels Geburtstag auf der Elbe schippernd gefeiert haben, waren sie und Ron gleich am ersten Juni-Wochenende bei uns. Eigentlich wollten wir mit den zwei Stadtkindern ganz chillig auf unserer Terrasse sitzen und den einen Sommerabend genießen. Draußen sitzen war leider dann doch nicht, aber einen schönen Abend hatten wir trotzdem. Tolle Gespräche, bekloppte Geschichten, viel Lachen, gutes Essen und das Ende unseres besten Grappas, den wir nie wieder bekommen werden. Es war uns eine Freude.

Ich hab’s ja schon immer mal wieder in dieser Kolumne erzählt: Zeit statt Zeug, das ist ein Motto, das wir unter Freund:innen immer häufiger umsetzen. Zeug haben wir nämlich wirklich alle genug. Und so hatten wir wieder einmal das Vergnügen, ein Geburtstagsgeschenks für Stephan aus dem letzten September einzulösen. Unsere Freunde wohnen in Eimsbüttel und wir waren bei ihnen um die Ecke im Galopper Pizza essen. Wir waren zum ersten Mal dort. Supi Pizza und wechselnde Craft Biere. Mögen wir.

Freude und Traurigkeit liegen ja manchmal ganz nah beieinander. Auch da hatten wir so Momente der Erkenntnis im Juni. Ein lieber Freund hat vor kurzem ganz plötzlich und überraschend seine Mom verloren. An dem Tag, an dem Familie und Freunde eigentlich gemeinsam ihren Geburtstag gefeiert hätten, sind wir in kleiner Runde zusammen gekommen und haben auf sie und ihr Leben angestoßen. Wir konnten da sein und ein bisschen Trauer auffangen. Und auch das ist etwas, worauf es ankommt. Für die traurigen Momente zusammen zu sein und nicht nur die unbeschwerten.

Viele lustige Momente hatte Stephan im Juni dafür auf jeden Fall auch wieder – wie jeden Sommer seit Jahren, beim Menners-Camping in Prerow. Vormals im Regenbogencamp, jetzt im Ahoi Camp auf dem Darß hat er mit seinen Freunden wieder zwischen den Dünen gezeltet. What happens in Prerow stays in Prerow. Okay, manchmal auch nicht…. haha. Auch dieses Mal nicht, aber das Foto kann ich hier nicht zeigen.

Und dann war da noch ein 60ster Geburtstag einer Freundin in unserem Freundeskreis. Komische Zahl – finden wir alle. Allen von uns steht diese Zahl in absehbarer Zeit voraus. Aber man muss es einfach auch als das sehen, was es ist. Eine Zahl. Und nicht 60 werden ist ja irgendwie auch keine Alternative. Es war ein schöner Abend und einer unserer Freunde sagte im Bezug auf das Zelten der „alten Kerle“ in Prerow: Wer weiß, wie oft wir das noch machen. Ja, isso.

Deswegen möchte ich an dieser Stelle nochmal hier für euch Frauen, die ihr hier lest wiederholen, was ich neulich schon mal auf Insta geschrieben habe: Zieht euren Bikini an (oder auch keinen)… geht an den Strand. Zieht die kurzen Hosen an und das Spaghetti Top. Esst die Schwimmbad-Pommes und das Eis ohne Schuldgefühl. Habt Spaß in eurem Körper, der einfach aussieht aus wie ein ganz normaler Mensch nunmal aussieht. Ihr habt nur den einen und ihr habt ihn nicht für immer. Tut alberne Sachen, macht euch zum Horst. Lacht zu laut, seid too much. Macht euch weniger Kopp darüber, wie andere Leute euch sehen oder was sie denken. Im Zweifelsfall denken sie sich sowieso gar nichts und wenn, dann ist das ihr Problem.

Seid „unapologetic“…

Das ist so ein schönes, englisches Wort für das es leider keine 1:1 deutsche Übersetzung ging. Ich liebs. Seid genau das! Und verbringt eure Zeit mit Menschen, die ihr mögt und die euch zurück mögen. Am Ende ist es das, was zählt.

Blick auf den Hamburger Hafen mit dem historischen St.-Pauli-Landungsbrücken-Turm, der Elbphilharmonie im Hintergrund und grünen Baumkronen an einem Sommertag Links Sticker an Laterne mit Comicfigur, Augenklappe und Zigarre, Text 'Hafenbande don't give a f'. Rechts Außenansicht der ÜberQuell Brauerei in Hamburg mit roten Blüten und gestapelten Stühlen bei Sonnenschein.Die MOTIVATION… und der Enthusiasmus für Dinge sind bei mir ja leider manchmal eine sehr vergängliche Angelegenheit. Einseitig liebe ich Routinen, weil sie meinem Leben und meinen Tagen eine Struktur geben, über die ich bestenfalls nicht nachdenken muss. Andererseits langweilen mich Routinen auch ganz schnell unendlich zu Tode. Ehrlich gesagt ist das ein ständiger innerer Kampf, den ich mit mir selbst führe.

Umso stolzer bin ich ehrlich gesagt, darauf, dass ich – während ich die Zeile hier tippe – schon bei Tag 123 in Sachen Spanisch lernen bin. Der Juni markierte meine 100-ste Sprachlern-Sitzung bei Duolingo. Es ist allerdings auch ein bisschen schwieriger, sich zu drücken, der der Mann lernt ja auch und ist schon bei 400-irgendwas Tagen. Und wenn ich ihn abends seine Lektionen brabbeln höre, habe ich automatisch ein schlechtes Gewissen, wenn ich eigentlich keinen Bock habe. Das spornt mich an, dran zu bleiben. Zumindest ein bisschen. Nicht dass die plötzlich auf kommenden Reisen fließend spanisch spricht und ich versteh‘ kein Wort. ;) Geht ja nicht. Wobei es garantiert auch nach Ewigkeiten mit der Sprachlern-App wohl eher weiter SO aussehen wirdHaha. Ich sehe keine Chance, dass ich in den nächsten 10 Jahren irgendwas wirklich verstehe, geschweige denn antworten kann. Egal wie fleißig ich auf Duolingo bin. Aber immerhin habe ich in diesem Monat gelernt, dass Unterwäsche auf Spanisch „ropa interior „heißt. Und ich könnt euch nicht vorstellen, wie putzig ich das finde.

Da ist tatsächlich noch etwas, dass ich – trotz unendlicher Todeslangeweile dabei – geschafft habe. Ich bin ich sehr stolz… ein ganzes halbes Jahr im Gym!!! Nennt mich gern Sporty Spice! Denn damit meine ich nicht nur die passive Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio, sondern aktives Krafttraining seit 6 Monaten. Tadaaaaaaaa! Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, die Endorphine würden mittlerweile nach dem Training kicken. Ich weiß nicht warum davon immer alle erzählen, wie extra-geilomat sich nach dem Sport fühlt. Das hat bei mir noch nie funktioniert und ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass da noch was kommt. Dieser chemische Prozess im Hirn wird für mich immer ein unbekanntes Mysterium bleiben.

Und jetzt wiederhole ich mich… Umso stolzer bin ich auf mich, dass ich dran geblieben bin und der Gym-Besuch mittlerweile zur regelmäßigen Routine geworden ist. Wäre nur schön, wenn man mir das jetzt nach 6 Monaten auch mal ansehen würde, dass ich Gewichte stemme. Nicht, dass ich das wegen der Figur machen würde. Ich kämpfe ja vor allem gegen den Muskelschwund der Perimenopause an. Aber come ooooon… ein bisschen Optik als Nebenprodukt wäre ja wirklich nice to have. Ich merke zwar, dass da mehr Muskelsubstanz ist und weniger Winkefleisch am Oberarm. Doch so richtig schockt das nicht. Das ging mit Anfang 20 alles ein bisschen schneller und leichter…naja, it is what it is.

Was ich eigentlich noch erzählen wollte – für alle, die mit der Motivation und ihrem eigenen inneren Schweinehund auch immer so ringen wie ich: Zu genau dem Thema habe ich neulich einen spannenden Artikel auf Perspective Daily gelesen, den ich hier gerne mit euch teilen möchte. „Selbstmotivation ist ja immer so eine Sache“ – Diese Fähigkeit hilft dir, wenn deine Motivation nachlässt“. Eine Strategie, die ich nämlich für mich und das Gym entwickelt habe, stand nämlich zufälligerweise auch in dem Artikel. Das Gute mit dem Angenehmen verbinden!

Also es ist keine Frage, dass ich meiner Gesundheit mit dem Training etwas Gutes tue, so todlangweilig es auch ist. Und es ist auch eine Tatsache, dass ich seit Jahren nicht mehr zum Lesen von Büchern komme, weil ich immer Hummeln im Hintern habe. Für mich ist es also zu einer wirklich liebgewordenen Sache geworden beim langweiligen Gewichte stemmen nebenbei ein Hörbuch auf den Ohren zu haben. Bücher, die ich ohne diese Zeit im Gym höchstwahrscheinlich nicht lesen würde. So wird es für mich dann zur Win-Win Situation und ich kann mich besser aufraffen.

(Aktuell höre ich übrigens das großartige Buch einer klugen Frau, Journalistin & Kommunikationsberaterin: *The Power of No von Dana Buchzik. Ihr Account @herzkater ist auch einer meiner Follow-Tipps aus Insta.)

Blick auf die Elbe in Hamburg an einem Sommertag mit zahlreichen Liebesschlössern an einer Kette im Vordergrund und Hafenkränen sowie der Elbphilharmonie im Hintergrund Collage aus zwei Fotos an einem Sommertag in Hamburg: links Elbufer mit Blick auf die Elbphilharmonie und Schild 'Soirée Privée Geschlossene Gesellschaft', rechts Palmen und 'OPEN'-Schild vor Eingang mit Schriftzug 'Sonnendeck' Das KOMPETENT-OFFENE OHR… ist bei Ärztinnen ja überhaupt nicht die Regel. Ich weiß nicht was ich mir in meinen fast 55 Jahren schon hab alles anhören müssen. Lieblingsantwort ist ja da gerne: „Wahrscheinlich haben Sie einfach zu viel Stress!?“. Jaja ja, die gute alte Psychosomatik ist gerade bei Frauenbeschwerden ja gerne die Universalantwort, wenn man sonst keine fundierte hat. Oder schlichtweg wirklich einfach keine Ahnung. gerade und besonders, wenn es vielleicht um Wechseljahre geht.

Das kommt nicht von ungefähr. Der Fehler liegt schon im System. Ärzt:innen lernen im Studium meist nur das absolut Nötigste über die Hormone von Frauen – ein paar Tabellen zu Östrogen- und Progesteronwerten, fertig. Symptome? Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen. Alle anderen gravierenden gesundheitlichen Veränderungen? Haben doch bitte andere Gründe und keine Zusammenhänge. Also schickt man sie in unserem Gesundheitssystem von Kreti zu Pleti und von einer Fehldiagnose zur anderen. Die medizinische Ausbildung ist gerade bei Frauenthemen völlig mangelhaft, Lehrpläne veraltet. Es herrschte Jahrzehnte Mangel an gender-spezifischer Forschung. Bis in die 1990er Jahre hinein waren Frauen in klinischen Studien oft unterrepräsentiert oder gar nicht vorkommend. Die Wechseljahre wurden weitgehend als „privates Frauenproblem“ abgetan, wo jede Frau bitte schön (möglichst leise) durch muss.

Das hatte nicht genügend Aufmerksamkeit verdient… und Mutti und Omi haben das auch tapfer ertragen. Warum also kümmern, um so ein Frauengedöns. Nicht zu vergessen, dass eine veraltete Hormonstudie mit falsch interpretierten Ergebnissen zwei ganzen Generationen von Frauen eingetrichtert hat, dass Hormonersatztherapie etwas ganz Schlimmes ist und unbedingt vermieden werden muss. Aber ich schweife schon wieder ab, weil mich das Thema so aufregt und unnützes Leid verursacht, wie ich überall (auch HIER und HIER und HIER in meinen Posts zum Thema) und immer wieder in den Kommentaren darunter lesen kann.

Die gute Nachricht ist, dass die Frauen der Generation X, deren #wirsind9millionen Verein ich auch angehöre, sich mit diesem Bullshit nicht mehr abfinden wollen. Sie leiden nicht mehr still und ermächtigen sich selbst. Leider ist die Erkenntnis über Krankheiten und Hormonmangel noch nicht in der kompletten Ärzt:innenschaft angekommen. Aus genannten Gründen. Weswegen ich super froh bin, eine der bisher noch wenigen ausnahmen als Gynäkologin gefunden zu haben. Und bei der war ich im Juni zur meinen alljährlichen Krebsvorsorgeuntersuchungen. Wann wart ihr das letzte mal? #friendlyreminder…

Wir zwei haben uns in den letzten 4 Jahren öfter gesehen als das. Jedes mal habe ich mich mit meinen Beschwerden gesehen und verstanden gefühlt. Vor allem wurde mir geholfen auf meinem Weg durch die Perimenopause, in der ich immer noch stecke. Als ich irgendwann mal sagte, dass ich mir schon blöd vorkomme, dass andauernd etwas Neues ist, sich meine Beschwerden verändern oder ich fragen habe, sagte sie schlicht: „Wissen Sie, es heißt ja nicht umsonst Wechseljahre. Da geht es ständig rauf und runter und es ist kein Wunder, dass wir die Behandlung einfach immer wieder neu anpassen müssen.“ Das ist einfach so simpel und wahr! Und dennoch weiß ich, dass eine solche Antwort für Frauen im Behandlungszimmer von Ärzt:innen eher die Ausnahme ist. Über ihr kompetent-offenes Ohr bin ich wirklich dankbar und ihre Unterstützung die daraus resultiert. Und wenn sie mir dann erzählt, dass sie gerade auf einem Menopause-Kongress war, ganz viele tolle andere Frauen getroffen und Neues dazu gelernt hat, dann weiß ich, dass ich echt Glück habe.

Andere Frauen haben das nicht. Denn solche Ärzt:innen sind immer noch rar gesät. Falls ihr noch auf der Suche seid, gebt nicht auf. Und fordert mehr, wenn ihr mal wieder mit Bullshit abgespeist werdet. Macht euch schlau, lasst euch nicht gaslighten. Hier ein paar wirklich gute Quellen von engagierten Ärzt:innen und Expertinnen, denen ich auf Instagram folge – wo ihr viel lernen könnt und Hilfestellung bekommt.

@dr.med.judith­_bildau   ★  @annkatrinpause  ★  @doktor_ela  ★  @miriamyungmin  ★  @wexxeljahre. ★  @_nobodytoldme_ @_me_not_pause_

Schwarze Fassade der Bar 'LE BAR' an der Elbe in Hamburg an einem Sommertag, Spiegel zeigt Person mit Kamera und Peace-Zeichen, im Hintergrund moderne Gebäude und BrückeLinks eine große Skulptur einer Palme aus Metall mit grünen Blättern, rechts gestapelte bunte Metallstühle vor einem BacksteingebäudeBlick nach unten auf rostige Metallplatte mit gelb-schwarzen Warnstreifen und Holzplanken an den Landungsbrücken in Hamburg, Person trägt Leo-Schuhe mit orangen Schnürsenkeln und hält bunt gemustertes Tuch Das GLOTZPROGRAMM… The Four Seasons (US-amerikanische Dramedy Miniserie – Trailer)… Worum geht’s? Drei befreundete Paare in ihren 50ern, die seit vielen Jahren gemeinsam Urlaub machen, geraten plötzlich aus dem eingespielten Gleichgewicht als Nick (Steve Carell) verkündet, er wolle sich von Anne (Kerri Kenney-Silver) trennen. Die entspannte Tradition der gemeinsamen Trips, wird fortan zur emotionalen Achterbahnfahrt für alle Beteiligten.

Warum ich die wirklich stark besetzte Serie mag? Die Geschichte balanciert zwischen witzigen Dialogen und ernsten Themen wie Midlife-Crisis, Freundschaft und den Tücken langjähriger Beziehungen. Zwischen Komik und Tiefgang. Ist ja klar, dass ich mich da als GenX-erin total wiederfinde. Man sollte die Serie vielleicht nicht unbedingt gucken, wenn man in einer langjährigen Partnerschaft lebt, die viel von Gewohnheiten und dem Kitt der Nostalgie zusammengehalten wird. Oder vielleicht erst recht… die Geschichten sind dann auch ein Spiegel, der vielleicht sogar heilsam sein kann.

Dept. Q.(Britische Crime Miniserie – Trailer)… Worum geht’s? DCI Carl Morck (Matthew Goode) wird nach einem traumatischen Einsatz in den Keller versetzt und zum Leiter neuen „Cold Case“-Abteilung gemacht. Morck ist emotional labil, impulsiv und geplagt von Schuldgefühlen und übernimmt zusammen Akram Salim (Alexej Manvelov), DC Rose Dickson (Leah Byrne) eher gezwungenermaßen mysteriöse Fälle, wie das spurlose Verschwinden einer hochrangigen Staatsanwältin.

Was ich an der Serie mag? Ich habe ja ein Faible für düster-atmosphärischer Szenerie und für gebrochene Charaktere. Die Serie strotzt davon… alle Rollen sind enorm vielschichtig und spannend. Matthew Goode (den man als Seriengucker:in auch aus Downton Abbey und The Crown kennt) brilliert in seiner Rolle. Visuell sind die Folgen ebenfalls beeindruckend. Ich liebe vor allem die Aufnahmen im Klokeller, aka den Räumlichkeiten des Cold Case Departments. Wenn ihr die Bilder seht und mich schon länger „kennt“ dann wisst ihr wahrscheinlich warum. ;)

Die Crime-Serie ist übrigens eine Adaption der „Department Q“-Buchreihe des Autors Jussi Adler-Olsen. Der Handlungsort des Plots wurde jedoch von Kopenhagen nach Edinburgh verlegt. Wenn ihr auf der Suche nach einer atmosphärischen Crime-Serie mit Hirn, einerPrise Humor und Intensität bist, bei der komplexe Charaktere auf düstere Fälle treffen, dann ist Dept. Q genau euer Ding. Auch wenn ihr meine Serien-Empfehlung von neulich – Slow Horses – mochtet, dann ist Dept Q. auf jeden Fall auch was für euch. Wir können es kaum erwarten, dass Staffel 2 bestätigt wird. Es gäbe da ja genug Buchbände von Jussi Adler-Olsen

Kitchen Impossible (Deutsche Koch-Show – Trailer)… Ich bin ja Fan der ersten Stunde von Tim Mälzers Kochshow-Format. Seit April läuft nun die 10 Jahre Jubiläums-Staffel. Ich liebst, wenn er uns seine Chef-Kontrahent:innen in der Küche bis an ihre Grenzen gehen, um ein ihnen fremdes Gericht aus dem Lamäng nachzukochen und damit den Zweikampf zu gewinnen. Auch er dabei in der Hitze des Gefechts mal ins verbale Klo der Fluch-Tiraden greift. Der Typ ist einfach echt – harte Schale weicher Keks.

Und so lange es diese Show gibt, habe ich schon darauf gewartet, dass es eine Folge zusammen mit Tim Mälzers altem Freund Jamie Oliver gibt. Von dem bin ich auch ein echtes Fangirl und hatte sogar schon mal die Freude, Jamie persönlich zu treffen. Auch er ist einfach ein echter Typ, den man gern haben muss.

Jetzt war es endlich soweit und ich hatte viel Spaß, denn beiden bei ihrer Challenge zuzusehen. Ein bisschen kristallisierte sich heraus, dass der britische Gast ein bisschen zu nett und höflich war, um seinen Kumpel Tim so richtig in die Pfanne zu hauen. So wie es bei dem Format ja quasi Tradition ist. Spaß gemacht hat das Zuschauen trotzdem allemal. Lang hat’s gedauert, dieses Aufeinandertreffen. So…. what’s next?

Siamkatze liegt auf gepflasterter Terasse neben grünen Pflanzen, Person mit beigen Sandalen und gemustertem Rock hält Kaffeetasse mit dem Aufdrück "Don't fuck it up" Collage aus zwei Fotos eines Sommertags im eigenen Garten: Links ein Mann mit Brille sitzt am Tisch mit Frühstück aus Spiegelei auf Brot, Orangensaft und Tasse. Rechts eine Person mit Leopardenmuster-Hose hält eine Schüssel mit Salat aus Erdbeeren, grünem Spargel und Blattsalat, entspannt auf einer Rattansitzbank im Garten.Die GOOD NEWS… Ein Forschungsteam aus China hat eine hauchdünne Protein-Beschichtung entwickelt, die Obst länger frisch hält und die Haltbarkeit verdoppelt – bei manchen Früchten sogar verfünffacht. ★ Eine neue OECD-Studie zeigt, dass ambitionierter Klimaschutz nicht nur weniger Emissionen verursacht, sondern auch mehr Wirtschaftswachstum bringt. Und wenn wir uns irgendwann mal aus dem Dauerlobbyismus der fossilen Industrie befreit haben, kommt das vielleicht auch mal in den Köpfen an. ★ Eine neue Studie belegt, dass wo Plastiktüten verboten oder kostenpflichtig sind, sich bis zu 47 Prozent weniger davon an Stränden finden. Verbote wirken.

Einem Forscher:innen-Team ist es gelungen, mithilfe von Bakterien aus PET-Abfall (also quasi Plastikflaschen) in mehreren Schritten Paracetamol herzustellen. ★ Forscher:innen der Johns-Hopkins-Universität haben in einer Studie gezeigt, dass ein Bluttest Krebserkrankungen schon Jahre vor der Diagnose erkennt. ★ Die Uniklinik Jena hat einen Tablet-Test entwickelt, der frühzeitig Demenz erkennt und ohne medizinisches Fachpersonal in einer vertrauten Umgebung durchgeführt werden kann.

Norwegen führt das „Nur Ja heißt Ja“ Gesetz ein und folgt damit Ländern wie Schweden und Dänemark, die ähnliche Regelungen bereits eingeführt haben, um Menschen besser vor sexuellen Übergriffen zu schützen. ★ In Österreich wird ab September 2025 soll das ungefragte Versenden von „Dickpics“, etwa per E-Mail oder über soziale Netzwerke unter Strafe gestellt. Deutschland, bitte nachmachen! ★ Das britische Parlament kippt ein 150 Jahre altes Gesetz und entkriminalisiert Schwangerschaftsabbrüche. Ein Schritt, den viele in Deutschland seit Jahren fordern, denn hier ist eine Abtreibung immer noch eine Straftat.

Bunte Sitzgelegenheiten im Freien an einem Hafen mit zwei großen Kränen im Hintergrund  Holzbar mit Flaschen und Gläsern, darüber ein Schild mit dem Spruch 'Manchmal wünschte ich, man könnte schneller warten'Und wisst ihr, wenn in den USA eine peinliche Militärparade eines noch erbärmlicheren Präsidenten einen lächerlichen Bruchteil von Zuschauern hat, währen zur gleichen Zeit überall im Land mehrere Millionen Menschen in No Kings Protesten auf die Straßen gehen, um zu demonstrieren. Wenn in Ungarn trotz eines von Ministerpräsident Viktor Orban veranlassten Verbots, Leute in nie zuvor gesehener Zahl für die Rechte von queeren Menschen und eine freie Gesellschaft in der Pride Parade durch Budapest ziehen. Wenn Thailand zum ersten mal Pride und die neu errungene Ehe für alle feiert… dann sind das im Juni Dinge gewesen, die mir den Glauben an die Menschheit wiedergeben. Und die gebe ich auch nicht auf.

 

Ihr Lieben! Long Story short… also, wenn ihr es wieder mal getan habt, nämlich bis hier gelesen. Danke für eure Zeit! Und immer schön daran denken: Wir können unserem Leben nicht mehr Tage geben. Aber wir können unseren Tagen vielleicht mehr Leben geben. Keine Ahnung, wessen Zitat das ist. Aber diese Person war schlau.

Ich freue mich auf den Juli. Denn da werden wir ein paar Tage an einem meiner Lieblingsorte auf dieser Welt verbringen. Und ich kann es kaum erwarten. Ich hoffe, ihr habt auch etwas Schönes vor. Vielleicht ein bisschen Sommerurlaub.

Ich wünsche euch gute Zeiten in eurer eigenen kleinen Lebensbubble. Schützt euch und eure Lieben vor der Hitze. Liebe geht raus!

... macht es hübsch! Gruss

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9 Comments

  • Reply
    Eva
    1. Juli 2025 at 19:16

    Danke mal wieder für deine tolle Arbeit und diesen Gute-Laune-bringenden und gleichzeitig informativen Monatsrückblick. ;) Ich freu mich generell immer drauf, ihn zu lesen und mag deine good news.
    Und Respekt! Ne neue Sprache lernen find ich spitze…und schon 6 Monate Gym durchgezogen. Ich zieh meinen Hut!

    Es gibt ne Serie zu Carl Morck??? Das wusste ich nicht und freu mich grad sehr! Muss jetzt sofort rüber zu netflix…wir lesen uns nächstes Monat!

  • Reply
    Anja
    2. Juli 2025 at 8:42

    Ich sitze gerade beim Frühstück und lese deinen Monatsrückblick. Wie immer toll geschrieben und ich freue mich schon auf den nächsten. Die good news sind wirklich toll ! Ich bin ganz deiner Meinung, was das Zeitverbringen anbelangt. Am liebsten verbringe ich es mit meinen Herzensmenschen. Zeit kommt nicht zurück und ist unbezahlbar.
    Respekt das du das mit dem Gym durchziehst. Ich bin da leider aktuell nicht so konsequent.
    Hab einen wundervollen Juli!

  • Reply
    Nike
    2. Juli 2025 at 8:52

    Danke für deinen schönen und informativen Rückblick :) Ich lese ihn immer sehr gern und bedanke und freue mich für/über all die schönen Links! Außerdem tut es unendlich gut, Gleichgesinnte zu lesen, die auch hier und da und dort in allem patriarchalischen Machtdesaster die kleinen guten Dinge sehen :)

    Liebe Grüße und einen schönen Juli
    Nike

  • Reply
    Jutta
    2. Juli 2025 at 10:40

    Liebe Nic, ich fiebere deinem neuen Monatsrückblick immer entgegen, denn auch wenn er dir vielleicht manchmal chaotisch vorkommt, ordnet er meine Gedanken und Gefühle. Ganz herzlichen Dank dafür. Und falls der besagte Lieblingsort Whitstable sein sollte, bin ich ein bisschen neidisch und freu mich sehr für dich! Unsere Fahrradtour von Canterbury aus dorthin hat uns riesig gut gefallen. Einen wunderschönen Urlaub für dich! Sonnige Grüße aus Hessen Jutta

  • Reply
    San
    4. Juli 2025 at 0:09

    GENAU DAS. „Ich hab es soooo unendlich satt, dass Männer, die irgendwann dringend mal eine Therapie gebraucht hätten um ein wenigstens ein halbwegs menschliches, brauchbares Mitglied der Gesellschaft zu werden… dass ein Haufen Soziopathen über die Menschheit bestimmen.“

    • Reply
      Nic {Editor}
      4. Juli 2025 at 9:38

      Oder? Es widert mich an. Überall, wo man hinschaut.

  • Reply
    Margeranium
    6. Juli 2025 at 18:22

    Hallo Nic,
    ich finde es richtig klasse, dass Du Deinen Blog beibehalten hast und es da Deinen Monatsrückblick gibt. Du sprichst mir in vielen Dingen wirklich aus dem Herzen!
    Und es tut gut, das zu lesen!
    Einen schönen Juli wünscht Dir
    Margit

  • Reply
    Anja
    5. August 2025 at 22:02

    Danke Nic. Ich finde 2025 sowohl persönlich als auch gesellschaftlich ein ziemlich hartes Jahr. Der Micro- Optimismus- Aufruf ist wirklich eine schöne Idee!
    Liebe Grüße
    Anja

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